Kinder klettern

Was uns wichtig ist

Die Schule ist für uns ein Ort, an dem Gemeinschaft entsteht und positiv erlebbar ist – für die Kinder, die Eltern, die Lehrkräfte und alle am Schulleben Beteiligten. Alle sollen sich in der Schule sicher und wohl fühlen. 

Wir sehen die Verschiedenheit der Kinder und ihrer Familien gleichermaßen als Bereicherung wie auch als Herausforderung für ein gutes Miteinander. Um diese Herausforderungen auch in schwierigen Situationen bewältigen zu können, ist uns das Miteinander in der Schulgemeinschaft sehr wichtig. 

Es beinhaltet aus unserer Sicht drei Aspekte:

  • Eine gute Beziehung zwischen den Lehrkräften bzw. Betreuungspersonen und den Kindern als Basis für die Lernfähigkeit auf Seiten der Kinder und für die Autorität auf Seiten der Lehrkräfte
  • Eine gute Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten zur Stärkung der Kinder, der Erziehungsberechtigten und der Lehrkräfte
  • Klare Regeln und Maßnahmen, um allen schulischen Beteiligten ein erfolgreiches Lernen und Arbeiten zu ermöglichen und sie seelisch und körperlich zu schützen

Uns ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler gerne in die Schule gehen, sich in der Klassen- und der Schulgemeinschaft aufgehoben fühlen, sich in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln und Freude am Lernen haben. 

Die Schule ist eingebettet in das öffentliche Leben vor Ort und pflegt Kooperationen mit den verschiedensten Einrichtungen des öffentlichen Lebens.

Kinder

1. Stärkung der emotionalen und sozialen Entwicklung

Zur Schulgemeinschaft gehören Kinder und Erwachsene mit verschiedenen Begabungen, Fähigkeiten, Stärken und mit unterschiedlicher Herkunft. 

Wir üben und pflegen das Miteinander innerhalb der Gemeinschaft in den Klassen, in den Betreuungsgruppen und der gesamten Schule. Dafür ist gegenseitiger Respekt und gegenseitige Wertschätzung die Basis. 

Vereinbarte Regeln helfen beim Zusammenleben.

Als eng verbunden mit der Stärkung der Gemeinschaft sehen wir die individuelle Entwicklung der Kinder im Hinblick auf persönliche Kompetenzen. Dazu gehört: einander zuhören, die Sichtweise des Gegenübers verstehen und sich in andere einfühlen, sich selbst zurücknehmen und Rücksicht üben, die eigenen Gefühle wahrnehmen und ausdrücken sowie die eigenen Reaktionen steuern.

Dies gelingt durch 

  • Einübung personaler und sozialer Kompetenzen unmittelbar im Schulalltag mit seinen täglichen Herausforderungen
  • Thematisierung in der wöchentlichen Klassenstunde 
  • regelmäßiges körperbezogenes Verhaltenstraining („Freundschaftsunterricht“)
  • projektartiges Sozialkompetenztraining durch die Schulsozialarbeit
  • Präventionsprojekte der Polizei
Gartenarbeit Schule

2. Lernen auf verschiedene Weisen

Kinder lernen in der Regel aus eigener Motivation und eigenem Antrieb. Sie lernen intuitiv und durch Nachahmung, bewusst und reflektiert. 

Wir wollen die kindliche Neugier, den Wissensdrang, die Freude am gemeinsamen Tun und an den eigenen Ergebnissen erhalten und fördern. Dazu legen wir den Fokus auf die persönlichen Stärken und das, was gelingt. 

Das „Begreifen“ in der wörtlichen und übertragenen Bedeutung, sinnliche und handelndes Erfahren bleiben dabei vor allem in den ersten Schuljahren von zentraler Bedeutung. Es stehen vielfältige Materialien zur Verfügung, die Lernen anschaulich und handlungsorientiert ermöglichen.

Digitale Geräte unterstützen das Lernen dort, wo es pädagogisch hilfreich ist und ermöglichen die Vermittlung eines verantwortungsvollen Umgangs mit den digitalen Möglichkeiten. 

Das Lernen und Arbeiten geschieht auf unterschiedliche Weise. Die Lehrer*innen unterstützen und begleiten dabei.

  • Gelenkte oder freiere Unterrichtsphasen
  • Lerntheken und Wochenpläne
  • Projektarbeit 
  • „Input“-Phasen
  • Präsentationen
  • Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit
  • Rituale und feste Abläufe

Besondere Höhepunkte im Schuljahr sind:

  • Schulfest
  • Teilnahme an Mathe-Wettbewerb
  • Trommelworkshop
  • Streuobstwiesen-Projekt
  • Schmetterlingsprojekt 
  • „Klimahelden“
  • Markungsputz 
  • Mädchen- und Jungssporttage
  • Adventsbasteln
  • Schulgottesdienste
Kinder lesen

3. Mitbeteiligung der Schüler*innen am Schulleben

Auf altersentsprechende Weise können die Schüler*innen sich an der Gestaltung des Gemeinschafts- und Schullebens beteiligen und Verantwortung übernehmen.

Gelegenheiten zur Partizipation sind:

  • das Übernehmen von Diensten innerhalb der Klasse
  • der regelmäßig stattfindende Klassenrat
  • der turnusmäßig stattfindende Schülerrat gebildet aus Vertreter*innen der Klassen
  • Schulversammlungen 
Kinder lesen

4. Systematische Förderung der Lesefähigkeit

Lesen lernen ist ein lebenslanger Prozess und gehört zu den Schlüsselqualifikationen in unserer Gesellschaft. Eine wichtige Grundlage dafür wird u.a. in der Schule gelegt.

Seit 2021 gehört die Pfalzgraf-Rudolf-Schule zu den Pilotschulen für das Projekt „Bildung in Schrift und Sprache“ (BiSS). Dabei geht es um die systematische und durchgehende Leseförderung von Klasse 1-4. Das Erlernen und strukturierte Üben von Lesetechniken und Leestrategien bilden dabei die Grundlage für das sinnentnehmende Lesen. 

Die Schüler*innen haben Freude am Lesen und erweitern ihre Erfahrungswelt durch die Auseinandersetzung mit literarischen und anderen Texten.

Formen dafür sind 

  • feste und verlässliche Lese- und Vorlesezeiten
  • Gelegenheiten für freies Lesen für die Schüler*innen
  • Bildung von Lesetandems 
  • Lesepatenschaften
  • Regelmäßige Büchereibesuche
  • Einrichtung von Leseecken im Schulhaus
  • jährlich stattfindende Autorenlesung
  • Buchpräsentationen in den Klassen
Kinder an der digitalen Tafel

5. Individuelle Unterstützung für Kinder bei Lernschwierigkeiten

Für motivierte Kinder mit Lernschwierigkeiten vor allem aus Klassenstufe 2 (und 1) bietet das eigens entwickelte Programm „Lernhelden“ wichtige Unterstützung und individuelle Hilfe an. In kleinen Gruppen bis max. 5 Kindern werden ergänzend zum Unterricht Lerninhalte wiederholt und auf vielfältige Weise geübt. Die Übungen sind in Absprache mit den jeweiligen Lehrkräften individuell auf die jeweilige Lerngruppe angepasst.